Wirtschaftsclub Celle – Endausscheidung “Projekt 10000 – Konkret”

Autor:
Redaktion

„Eigentlich gibt es hier nur Sieger und die Auswahl ist uns schwer gefallen.“ Kein einziger der Redner, unter ihnen auch Celles Oberbürgermeister Dirk-Ulrich Mende, wollte auf diesen bei Wettbewerben üblichen Standardsatz verzichten – aber heute Abend, unter der Moderation von Stefanie Fritzsche, wurde diese Phrase glaubwürdig. Allen Vorschläge der sieben Azubi-Gruppen, die sich in drei Monaten um den begehrten Preis vom „Projekt 10000-Konkret“ bemühten, gönnte man den Sieg. Entsprechend uneinheitlich die Resonanz nach der Preisverleihung: „Eigentlich hätte Gruppe Rot gewinnen müssen“ – „Nein, Gruppe Grün war viel besser“. Doch nur eine konnte das Rennen machen, es war die weiße Gruppe rund um Coach Dirk Wietfeldt vom Celler Brunnenbau.

Erster Platz – Weiße Gruppe

„Wir gewinnen, weil…“ Die letzte Gruppe des Abends war offenbar schon bei der Präsentation überzeugt, am Ende als erste die Halle 16 in der CD-Kaserne zu verlassen. Coach Dirk Wietfeldt versuchte noch, die Erwartungen zu dämpfen: „Egal, welchen Platz wir landen, wir haben bereits gewonnen.“ Die Azubis Domenique Jansen und Pascal Seidel stellten das Siegerprojekt „Hot Spots“ vor: „Für uns, mit uns, Celle“ soll im „Haus 7“ umgesetzt werden. Acht Events sind bereits für den erste Jahreshälfte 2015 geplant.

„Gestalte Celle für junge Menschen attraktiver“ – So lautete der Aufruf des Wirtschaftsclubs Celle hatte. Für die Umsetzung steht ein Budget von 10.000 Euro zur Verfügung. 50 Azubis, von denen immerhin 45 am Ball blieben, tüftelten in sieben Gruppen gemeinsam mit je einem Coach an den Projekten, die anschließend von sieben Jurymitgliedern bewertet wurden (CelleHeute berichtete mehrfach). Das Projekt „Hot Spot“ wird nun umgesetzt.

Eine „Anti-Valentinsparty“ soll den Auftakt bilden, damit Singles am Turteltaubentag keine Außenseiter mehr sind. Eine Oktoberfestparty im Frühjahr unterstreicht die Kreativität der jungen Truppe. Den Abschluss der Partyreihe soll ein Open-Air-Kino im Französischen Garten bilden. Mit einem eher symbolischen Eintritt sollen die Veranstaltungen für alle nutzbar sein. Neben den Partys sollen sich auch Firmen präsentieren und dafür eigens ein neuer Club unter dem Titel „Wirtschaftsclub Celle Junior“ gegründet werden. Azubis stellen hier ihre Unternehmen vor – z.B. den Celler Brunnenbau, die Sparkasse , ITAG oder die Congress Union – eben jene Betriebe, die auch die Azubis dieser Gruppe stellten. Als federführenden Medienpartner hat sich die Gruppe Weiß bereits im Vorfeld CelleHeute ausgesucht – wir finden: eine gute Wahl!

Zweiter Platz – Rote Gruppe

In die enge Wahl kam auch die „Gruppe Rot“. „Rot bedeutet ,Regular Outdoor Training‘“, so die Präsentatoren selbstironisch. Ein Outdoor-Aktivpark an den Dammaschwiesen ist die Vision. Beim Projekt gehe es um „Glück, Ausgleich, Entspannung, Bewegung und Gemeinschaft“. Ermöglichen sollen das diverse Sportgeräte als auch eine Laufstrecke. Das Budget kratzt mit 9990 Euro am oberen Limit des Preisgeldes. Vorteile sei die idyllische Lage an der Aller und für jedermann erreichbare kostenlos nutzbare Sportgeräte. Angereichert werde die Idee mit weitere Add-ons wie Kickertisch und Grillecke. Auch der Ortsrat und die Stadt Celle hätten ihre Zustimmung zum Bau des Projekts bereits erteilt.

Dritter Platz – Lila Gruppe

„Change Celle – CC“ unter der Leitung der „Gruppe Lila“ suchte den „größten Unterhaltungswert“ für Celle. Ob so etwas in Celle überhaupt benötigt werde, hatten die Azubis in einer Umfrage herausfinden wollen. Satte 98% seien der Meinung, dass in Celle zu wenig Konzerte angeboten würden. 85% der Befragten würden dabei Open-Air-Festivals favorisieren. Die Antwort der Gruppe. „Die Barracks-Battlenights“. Ein DJ-Contest mit vier Djs in der CD-Kaserne. Kosten insgesamt 6000 Euro.

Vier weitere Gruppen ohne Platzierung

Jurymitglied Stephan Gratzfeld von der Sparkasse präsentierte einen der vierten Plätze, die sich die übrigen Bewerber teilen. Die Idee zum Projekt sei der Gruppe bereits bei der Auftaktveranstaltung gekommen. Die Präsentation war „mit Abstand die kreativste, die wir erlebt haben“, so Gratzfeld. Von Popcorn über Softdrinks bis hin zu einem echten Kino-Trailer reichte die Präsentationspalette. Kein Wunder, denn ein Autokino war das Ziel der jungen Leute. „Cine-Car-Celle“ könne direkt auf dem Gelände der CD-Kaserne. „Die Idee hat die Jury in Erinnerungen schwelgen lassen und hat sie emotional erreicht. Wir konnten uns leider aber nur für ein Projekt entscheiden“, bedauert der Sparkassenvorstand.

Ingo Schreiber vom Hotel Fürstenhof glaubt an eine weitere Idee: „Die Idee hätte von mir sein können, allein der Name spricht Bände: ,Grill- & Chillplatz an der Dammaschwiese‘“.
Auf den Dammaschwiesen sei nur der Volleyballplatz bekannt. Gerade nach der neuen Regelung der Stadt, wo Grillen künftig verboten ist bzw. nur mit hohen Auflagen umzusetzen sei, habe diese Idee einen besonderen Charme. „Jeder Mülleimer wurde auskalkuliert mit Vergleichsangeboten“. So akribisch sei kaum eine Präsentation gewesen, lobt Schreiber diese Idee und ist überzeugt: „Dieses Projekt wird Zukunft haben.“

Friederike Pfingsten von der Celleschen Zeitung ist von „Citylife Celle“ überzeugt. „Der gemeinsame Auftritt in einheitlichen T-Shirts hat Stil“, lobe sie. „Diese Gruppe hat uns extrem beeindruckt durch eine professionelle Präsentation.“ Hier sollte eine Internetplattform entstehen, die von jungen Menschen für junge Menschen gestaltet werden sollte mit Inhalten, die die Jugend interessiere. In den drei Monaten hat die Gruppe eine funktionsfähige Webseite erstellt, das habe die Jury beeindruckt. „Wir möchten jungen Leuten zeigen, dass man auch in einer kleinen Stadt etwas Großes erleben kann“, so die Teilnehmer.

CD-Kasernenchef Kai Thomsen schließlich beleuchtete das Projekt „Ankerplatz“. Um dieses besser zu verstehen, müsse man sich drei Monaten zurückversetzen: Sonne, 25 Grad im Schatten, Urlaub. An der Allerinsel sollte ein Strand entstehen mit Gastronomie zum Ausruhen und Genießen. Die Vorstellung dieser Idee erntete als einzige spontanen Applaus aus dem Publikum. Auch ein Zeichen, dass eben alle Ideen gut waren und auf‘s Siegertreppchen gehörten. „Wenn eine Gastronomie glaubwürdig genug ist, das umzusetzen, dann das Rio‘s mit Dawn Doneck“, lobte Thomsen den möglichen Partner, den sich die Gruppe ausgesucht hat. Auch er hofft, dass diese Vision eines Tages umgesetzt werde. Thomsen weiß aus dem Musikbusiness, dass es meist die Plätze 2 und 3 sind, die nachhaltigen Erfolg haben – nur selten die Sieger. Wer sich am Ende in Celle durchsetzen wird, wurde also nicht nur an diesem Abend entschieden – noch ist alles offen.

Heute jedoch wird erst einmal gefeiert. Daniela Meier, Domenique Janssen, Lena Knabe, Pascal Seidel, Anna-Luisa Wunn und Tobias Warnke erhalten zusätzlich zum Budget für das Projekt ein Preisgeld von 3000 Euro für ein Gruppenevent.

Text kommt von unserem Medienpartner CelleHeute.de – Peter Fehlhaber – http://celleheute.de/hot-spot-wirtschaftsclub-celle-feiert-projekt-10000-konkret-sieger/

Fotos: Hubertus Blume, noch mehr Eindrücke findet man bei facebook “LANDLUFT-Celle” – https://www.facebook.com/LANDLUFT.Celle

 

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