Trommel-Power für Flüchtlinge

Autor:
Meggie Hönig

Der Rhythmus der Trommeln als Kulturen verbindende Sprache

„Das macht Spass. Ich habe vorher noch nie getrommelt.“ Najah Hakrsh freut sich über das kulturelle VHS-Projekt „Trommel-Power für Flüchtlinge“, das die Volkshochschule Celle so kurz vor Weihnachten für Migranten auf die Beine gestellt hat. An zwei Tagen lernte er zusammen mit anderen jungen Männern aus Syrien,dem Sudan und Pakistan den Umgang mit den westafrikanischen Trommeln Djembé und Dundun von Martin Gensmer, Leiter der Djembé Experience Trommelakademie in Celle.

Die Musik und der Rhythmus der Trommeln erwiesen sich schnell als universelle Sprache, die Menschen unterschiedlicher Kulturen verbindet. Für einige Stunden vergaßen die Männer den Flüchtlingsalltag, ihre Zukunftssorgen und böse Erinnerungen an die Flucht. Das war vor allem für die Gruppe minderjähriger Flüchtlingsjungen aus Eicklingen wichtig, die beim Trommeln endlich einmal ihren Gefühlen Ausdruck geben konnten.

„Vor dem Hintergrund der stetig steigenden Zahl an flüchtenden Menschen ist es erforderlich, soziales Miteinander und Akzeptanz für die Flüchtlinge erlebbar zu machen“, erklärt Liliane Steinke, Leiterin der Volkshochschule, das Ziel des Kulturangebotes, das zu den vom Bundesprogramm „Demokratie leben!“ geförderten Projekten zählt und die Integrationsbemühungen für die in und um Celle lebenden Migranten unterstützt.

Am kommenden Samstag (19.12.2015) gibt die Volkshochschule einer weiteren Gruppe von Migranten die Möglichkeit, Celle bei einem fotografischen Stadtrundgang besser kennenzulernen. Auch bei dieser Veranstaltung steht die Vertiefung der deutschen Sprachkenntnisse im Vordergrund.

Pressetext und Fotos : VHS Celle, 14.12.2015, Martina Hancke, VHS Kulturelle Bildung

Themen:
Aktuelles

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