Sammlung Tansey – internationale Fachtagung in Celle

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Redaktion

Internationale Referenten kommen im Celler Schloss zusammen und sprechen über die Kunst der europäischen Bildnisminiatur  

Celle, 13.10.2016 – Auf Einladung der Tansey Miniatures Foundation treffen sich vom 11. bis zum 13. November 2016 Experten und Liebhaber der Miniaturmalerei aus aller Welt im Celler Schloss. Die zweite internationale Fachtagung der Stiftung findet anlässlich der Eröffnung der Ausstellung „Miniaturen des Barock aus der Sammlung Tansey“ und der Publikation des begleitenden Kataloges statt.

New York, Moskau, Paris, London, Wien, Madrid oder Helsinki und natürlich aus Deutschland − die Referenten reisen aus den Metropolen der Welt nach Celle, um bedeutende Sammlungen oder wissenschaftliche Forschungsergebnisse zu präsentieren. Dank der Sammlung Tansey hat sich die hier im Bomann-Museum untergebrachte Stiftung zu einem kleinen Zentrum der Miniaturenforschung entwickelt. In Celle als Kuratorin zuständig ist Juliane Schmieglitz-Otten: „Durch die hohe Wertschätzung, die diese Sammlung genießt und den systematischen Aufbau von Kontakten arbeitet unsere Stiftung heute mit den Kollegen bedeutender internationaler Häuser zusammen, die auch als Teilnehmer an der Tagung vertreten sind − so die Royal Collections London oder das Victoria & Art Museum, um nur zwei zu nennen.“

Insgesamt 24 Referenten aus aller Welt hat die Tansey Miniatures Foundation vom 11. bis zum 13. November ins Celler Schloss eingeladen, um einzelne Aspekte der Bildnisminiatur vorzustellen. Die Themen sind vielfältig: Von einzelnen Miniaturisten, Arbeitsweisen, Techniken, Verwendung und Funktion von Miniaturen bis hin zur Vorstellung privater und bisher nie gesehener sowie öffentlicher Sammlungsbestände.

Die 2000 gegründete Stiftung geht auf die Initiative der Celler Ehrenbürgerin Liselotte Tansey zurück, die in diesem Jahr verstarb. Gemeinsam mit ihrem Ehemann Ernest Tansey baute sie in über 40 Jahren eine Sammlung von weit über 1000 europäischen Miniaturen auf. Die Kollektion ist eine der weltweit umfassendsten und bedeutendsten − nicht nur in Hinblick auf den Umfang, sondern auch hinsichtlich der Vielfalt der präsentierten Künstler sowie der hohen Qualität der Objekte. Der Schwerpunkt der Sammlung liegt auf kontinentalen Bildnisminiaturen der Zeit vom 16. bis ins frühe 20. Jahrhundert.

Unter wechselnden thematischen Schwerpunkten wird die Sammlung Tansey nach und nach im Bomann-Museum präsentiert. Zu Beginn der Tagung, am 11. November, wird die sechste Ausstellung der Tansey Miniatures Foundation eröffnet: Im Mittelpunkt steht die Bildnisminiatur des 17. und des beginnenden 18. Jahrhunderts. Diese wenig bekannte, aber besonders glanzvolle Zeit der Barockminiatur wird anhand von 120 Werken vorgestellt.

Der dazu im Hirmer Verlag erscheinende, zweisprachig – Deutsch und Englisch – angelegte, umfassende Katalogband mit internationalen Fachbeiträgen ist wegweisend, da eine wissenschaftliche Darstellung dieser Epoche für die Miniaturmalerei bisher ausstand. Die Werke können in originalgroßen Farbabbildungen und vielen vergrößerten Details miteinander verglichen werden. Buch und Ausstellung ermöglichen einen umfassenden Einblick in die Kunst der Miniaturmalerei dieser prachtvollen Epoche.

Die Teilnahme an der Tagung ist kostenlos. Spezialisten, Kunstwissenschaftler und Sammler sind ebenso willkommen wie Kunsthändler oder allgemein Interessierte. 52 Anmeldungen liegen bereits vor, doch noch sind Plätze frei. Eine Anmeldung ist noch bis zum 07. November möglich unter anne.grabowsky@celle.de oder telefonisch: 05141 – 12 45 11.

Die Tagungssprache ist Englisch. Das Tagungsprogramm ist an der Kasse des Bomann-Museums erhältlich oder kann digital über die Website der Stiftung abgerufen werden: http://tansey-miniatures.com/2-internationale-tagung-der-tansey-miniatures-foundation/

Die Vorträge werden als Buch publiziert.

Datum:

Tagung 11.-13. November 2016

Eröffnung der Ausstellung „Miniaturen des Barock aus der Sammlung Tansey“

Freitag, 11. November 2016, 16.30-17.45 Uhr

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