Psychiatrisch-Psychosomatische Klinik Celle

Autor:
Redaktion


Lichtblume an der Psychiatrisch-Psychosomatischen Klinik Celle eingeweiht

Grün aus 100 Lampen leuchtet es nun neben der Psychiatrisch-Psychosomatischen Klinik Celle. Die Lichtblumen von Vollrad Kutscher sind das Wahrzeichen des Klinikum Wahrendorff – Fachkrankenhaus für die Seele. Die Celler Lichtblume ist die Nummer sechs im Reigen. Gut 80 Kunstfreunde, Menschen aus Politik und Kultur, Nachbarn, Kollegen, Mitarbeiter, hatten sich zur Einweihung am 12. Januar zur Mittagszeit in der Schlepegrellstraße eingefunden.

Zwei Stockwerke hoch ist der Blütenstil, ein umfunktionierter Knickmast, umgeben von einem metallenen Blatt. „Das ist das direkt Handwerkliche an der Arbeit, das Biegen des sechs Meter hohen Blattes aus einem Stück Metall“, sagte der Künstler in seiner charmanten Einführung. 100 grüne Leuchten sind oben auf dem Mast in Form einer Blütendolde angebracht. Die Signallichter sind so eingestellt, dass sie in regelmäßigem Rhythmus auf- und ableuchten. „Das macht zeitgenössische Kunst aus“, betonte Kutscher, „dass sie die aktuellen Techniken und Materialien ihrer Zeit verwendet.“ Es sollte eine „freundliche Skulptur“ entstehen, die zeigt, die Kliniken sind ein „freundlicher Ort, die jeden gern empfangen und auch gern wieder entlassen“ schloss Kutscher.

Neben Kutscher war auch Robert Simon, Spiritus Rector der Celler Lichtkunst und mit seinem 24-Stunden-Museum Vorreiter in Sachen Lichtkunst, anwesend. An die Bedeutung dieser zeitgenössischen Kunst mit Strahlkraft knüpfte auch Oberbürgermeister Dirk-Ulrich Mende in seinem Grußwort an. Zugleich betonte Mende den großen Stellenwert der neuen Psychiatrisch-Psychosomatischen Klinik vor Ort. „Früher nannte man das ‚Kunst am Bau‘“, so Mende. „Heute zeigt Kunst, die Unternehmen an und in ihren Bauwerken der Öffentlichkeit zugänglich machen, auch ihre Teilhabe am städtischen Leben. Und dieses „Mittendrin“ ist gerade auch für ein Fachkrankenhaus für die Seele wichtig.“

Kunst hat in der Psychiatrisch-Psychosomatischen Klinik Celle und im Klinikum Wahrendorff insgesamt nicht nur in der heilsamen Kunsttherapie einen festen Platz. Auch mit verschiedenen Ausstellungen in den Tageskliniken sowie Konzerten lädt das Klinikum zur Begegnung ein. Aktuell ist in der Tagesklinik Celle, neben der Lichtkunst im Foyer, noch bis Ende Februar die Fotoausstellung „Leben in der Wüste – Die Wüste lebt“ der Cellerin Maria Brusdeylins zu sehen.

Abschließend luden Geschäftsführer Dr. Rainer Brase und die Leiterin der Klinik, Dr. Juliane Liersch, zur heißen Suppe.

Zum Künstler:

Vollrad Kutscher, 1945 in Braunschweig geboren, arbeitet mit verschiedenen Materialien und in verschiedenen Techniken von Zeichnung und Malerei über Skulptur, Film, Fototechniken bis zu Licht- und Klanginstallationen und Performances. Er lebt und arbeitet in Frankfurt/Main. Im Kunstmuseum Celle mit Sammlung Robert Simon sind einige seiner Werke ausgestellt. Mehrfach hat er an Ausstellungen in Hannover teilgenommen. Kutscher gehört zu den renommiertesten Vertretern der Lichtkunst in Deutschland.

Themen:
Aktuelles

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