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Hut – & Filzwerkstatt Celle

Autor:
Redaktion

Woll-Lust

Hüte, Dekoratives und mehr – alles Filz. Anders als in Politik und Wirtschaft, hat dieses Wort in und um Celle einen guten Klang.

Ein Werkstattbericht.

von Susanne Hassenkamp

Eigentlich sind es eher die Alpenländler, die wissen, was sie am Filz haben. Er wärmt, ist Wasser abweisend, und wer jemals einen Filzpantoffel am Fuß getragen hat oder einen Filzhut auf dem Kopf, wird beides kaum gegen ein anderes Material tauschen. Nördlich der Alpen tragen Jäger Hüte aus Filz, Schäfer ebenfalls – und auch die „Heidschnucken“. Bei Letzteren handelt es sich allerdings um Männer mit erheblichem Lungenvolumen – das Alphornquartett aus Groß Hehlen. Sie beauftragten die „hut- & filzwerkstatt celle” mit der Herstellung des grauen Filzes mit breiter Krempe auf ihren Köpfen. Und wenn die wilden Reiter der „Ungarischen Post“ auf der Celler Hengstparade ihre Hüte im Galopp verlieren, dann stammen auch diese aus der Werkstatt am Nordwall.

2002 wurde die Werkstatt von drei Filzfachfrauen – Ernestine Terres, Anne Dehning und Annemarie Leithäuser – sowie der Modedesignerin Anja Bothmann gegründet. Ein Jahr später eröffneten sie ihr Geschäft am Nordwall 59. „Celle war einmal ein wichtiger Wollhandelsplatz, und unser Ziel war es, das Thema Wolle wieder aufleben zu lassen“, sagt Ernestine Terres, die in der Werkstatt für die Kreationen von Hüten und Taschen zuständig ist. „Wie Knete“ kann sie die Wolle in warmer, manchmal auch kalter Seifenlauge reiben. Arbeitet sie an einem Hut, wird die Stulpe danach gespült, straff gezogen und auf der Hutform in Form gebracht. Fertig ist der Hut dann, wenn der Filz getrocknet ist. Seine Form wird er nie wieder verlieren.

Bunt geht es bei den Damen in der Filzwerkstatt zu. Das Fell der Heidschnucke wird nur selten verwertet, denn diese ist ein Mischwollschaf, und ihr Vlies ist zu grob, zu lang und zu hart. Dafür türmen sich Wollhaufen von feinster Merinoqualität in allen Farben in sämtlichen Ecken und warten darauf, verarbeitet zu werden. Gewaschen, gefärbt und kardiert (gekämmt), wird die Wolle von einem Wollhändler aus der Nähe von Dresden angeliefert.

Heute führen Ernestine Terres und Annemarie Leithäuser die Werkstatt. Hier haben sie Platz zum Experimentieren, Weiterentwickeln und Kreieren. Aus einem persönlichen Faible heraus entwickelte sich der Schwerpunkt ihrer Arbeiten in Richtung Kopfbedeckungen.

 

Fotos: Martin Jehnichen und Filzwerkstatt

Kommentare

  • hallo, liebes Team,- möchte nur kurz fragen, ob Sie auch alte Hüte aufarbeiten – wie reinigen z.B. freue mich auf eine Antwort

    Silvia Salito 9. Dezember 2017 14:13 Antworten
    • Hallöchen,

      wir sind ein Online-Magazin und nicht die Filzwerkstatt – bitte alle Kontaktdaten unter http://www.filzwerkstattcelle.de/ suchen.
      Aller-beste Grüße
      Hubertus Blume
      LANDLUFT – Cellerland Magazin

      Redaktion 9. Dezember 2017 19:07 Antworten

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