Celler Jungstorch beringt

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Freiwillige Feuerwehr Celle hilft bei Storchen-Beringung in der Fritzenwiese
Florian Friedrich

Im Juni 2016 ist es wieder soweit –im Celler Land werden die Jungstörche beringt. Der Storchenbetreuer für die Landkreise Celle und Gifhorn, Hans-Jürgen Behrmann, benötigt und bekommt dafür die Hilfe der Freiwilligen Feuerwehr. Um an die Nester in luftiger Höhe zu gelangen, braucht es nämlich eine große Drehleiter. Und selbst damit ist der Einsatz oft noch eine Herausforderung.

Eine sehr knappe Sache

Eine sehr knappe Sache

Am 18. Juni werden zunächst die, jeweils drei, Jungstörche in Langlingen und Wienhausen beringt. Mittags ist es dann auch für den Jungstorch in der Celler Fritzenwiese soweit. Für die Freiwillige Feuerwehr ist die

Bereit für die Jungstorch-Beringung.

Bereit für die Jungstorch-Beringung.

Beringungsaktion in der Fritzenwiese kein einfacher Einsatz. Die Einfahrt zum Parkplatz und somit zum Storchennest ist extrem schmal, so dass der Fahrer, Oberbrandmeister Arne Rehkopf, beim Rangieren wieder sein ganzes Können aufbringt. 1. Hauptfeuerwehrfrau Petra Kruska weist ihn dabei ein, weil Rehkopf der Enge wegen auf die Außenspiegel verzichten muss.

Das aufwendige Rangieren gelingt. Behrmann und Kruska steigen in den Korb und bereiten sich auf die Beringung vor.

Der Altstorch ist abgeflogen

Der Altstorch ist abgeflogen

Praktischerweise verteidigen die Altstörche das Nest nicht, sondern fliegen davon, als der Korb ausgefahren wird.

Beringung in luftiger Höhe

Beringung in luftiger Höhe

Und noch ein weiteres natürliches Verhalten kommt den ehrenamtlichen Beringern zu Gute: „Der Jungvogel stellt sich bei Gefahr tot, das ist ein Reflex“, erläutert Behrmann. Das Beringen falle auf diese Weise relativ leicht. Er deckt das Jungtier dabei mit einer Decke ab, um den Stress zu minimieren. Dann wird noch etwas vom hochgewucherten Efeu vom Nest entfernt und nach kurzer Zeit ist alles erledigt.

 

Renate Bluhm beobachtet die Aktion von ihrem Balkon.

Renate Bluhm beobachtet die Aktion von ihrem Balkon.

Zugführer Arne Rehkopf bringt den Korb sicher wieder zum Boden. Die diesjährige Beringungsaktion in der Fritzenwiese ist wieder ohne Komplikationen geglückt. Den interessierten Zuschauern aus der Nachbarschaft berichtet der Storchenbetreuer, dass der diesjährige Jungstorch in der Fritzenwiese ein wohlgenährtes Einzelkind ist.

Nach einiger Zeit, der Storchenbetreuer und die Freiwillige Feuerwehr Celle sind bereits abgefahren, kehrt auch einer der Altstörche wieder auf das Nest zurück. Dreimal war er vorher über das Nest geflogen und hatte nach dem Rechten gesehen. Nun kehrt wieder Ruhe ein, im Storchennest in der Fritzenwiese.

Behrmann informiert die Zuschauer.

Behrmann informiert die Zuschauer.

Zumindest solange, bis der Jungstorch mit seinen Flugversuchen beginnt und dann bald seinen langen Flug nach Süden antritt. An seiner Ringnummer kann er nun wiedererkannt werden, wenn er in zwei oder drei Jahren hoffentlich zurückkehrt und sich ein eigenes Nest sucht.

 

 

 

 

 

 

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Celle · Regionales

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