1. Celler Hafenfest, Celle

Autor:
Redaktion

„lichter hafen“ von Philipp Geist

Licht-Sound-Installation im Celler Hafen

CELLE. Lange fristete der Celler Hafen ein Schattendasein. Durch so manch neuen Akzent wird sich dies nun ändern. Das umgestaltete Hafenbecken gibt Weite und ist zu einem einladenden Ort geworden – zu erleben beim Celler Hafenfest am 21. Mai 2016 ab 14 Uhr.

Abends wird es dann tatsächlich strahlend, licht und bunt: Für ein leuchtendes Finale des Festes hat sich die Crew der ms loretta – Arnold Wachtendorf, Dr. Andrea Hoffmann und Myriam Meißner – gemeinsam mit der Kunsthistorikerin Jasmin-Bianca Hartmann etwas ganz Besonderes ausgedacht, um das seit Mai 2015 vor Anker liegende Kulturschiff und das neugestaltete Areal als festes Ensemble sichtbar werden zu lassen. Ab 22 Uhr wird der Berliner Lichtkünstler Philipp Geist den Celler Binnenhafen durch seine Licht-Sound-Installation mit dem Titel „lichter hafen“ in ein bewegtes Gemälde aus Wörtern, Farben,  Formen und Tönen verwandeln. Schiffe, Boote, Wasser und Besucher werden miteinander verschmelzen und zur gemeinschaftlichen Projektionsfläche für diese etwa einstündige Metamorphose. Die flüchtige Lichtkunstinstallation, die der Künstler eigens auf den Celler Hafen zugeschnitten hat, wird sich während der Projektionszeit stetig neu und anders aufbauen, und somit in mehrfacher Hinsicht ein einmaliges Erlebnis bleiben.

Philipp Geist, heute durch Lichtinstallationen international bekannt, startete seine künstlerische Laufbahn vor genau 20 Jahren mit großformatigen Acrylgemälden, die er in einem lichtdurchfluteten Fichtenwald nahe Weilheim i. OB präsentierte. Der Künstler ist in diesem Jahr für seine 2014 umgesetzte Projektion auf die Christusstatue und die Favela Santa Marta in Rio de Janeiro für den Lichtdesign-Preis in der Kategorie Lichtkunst nominiert. Neben zahlreichen Projekten im Außenraum, zuletzt Anfang April im Stuttgarter Hafen, erarbeitete der Geist mehrere temporäre Lichträume für museale Ausstellungen, wie etwa das begehbare Kunstwerk „inBetween“ (2014) im Rahmen der zweiteiligen Lichtkunst-Überblicksschau „Scheinwerfer. Lichtkunst in Deutschland im 21. Jahrhundert“ des Kunstmuseum Celle mit Sammlung Robert Simon. Licht und Ton – mal zurückhaltender, mal extrovertierter – bilden in Geists Lichtkunst-Installationen untrennbare Einheiten, so auch in „lichter hafen“.

Hell, bunt, spektakulär inszeniert Philipp Geist mit seiner atmosphärischen Installation aus künstlichem Licht den Celler Hafen und zeigt mit seinen fließenden und fliehenden leuchtenden Wörtern, dass alles im wahrsten Sinne des Wortes „im Fluss“ ist. Bleibende Nachbilder sind dem Besucher sicher. Die ms loretta möchte mit dieser Kunstaktion zeigen, dass ihr „Lebensraum“, den sie derzeit regelmäßig mit Musik bespielt, ein Ort vielfältiger Möglichkeiten ist. Dank engagierter lokaler Sponsoren konnte Philipp Geist mit seinem Lichtkunstprojekt nach Celle geholt werden.

Fotos: Philipp Geist / VG Bildkunst 2016

Schlagwörter:
· · · ·
Themen:
MS Loretta

Kommentar verfassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Hauptnavigation