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Alpacas im Cellerland – Klein Hehlen

Autor:
Redaktion

Verknallt in Elli & Co

Ein Bericht von Susanne Hassenkamp; Fotos: Hubertus Blume

Sie sind handzahm, wunderschön, charakterstark. In Peru gibt es rund 3,5 Millionen Alpacas, in Deutschland erst 8000 dieser “Exoten”. Wen das Alpaca-Virus erwischt hat, wie Annika Rodehorst am Stadtrand von Celle, den lässt es nicht mehr los.

In Klein Helen geht es an der Weide vom Bungenhof oft zu wie im Zoo. Autos parken am Zaun. Kinder steigen aus und bestaunen die Tiere, die da grasen – Alpacas!  Wenn ihre Züchterin, Annika Rodehorst gerade bei der Herde ist, beantwortet sie viele Fragen: Dass die Heimat der Tiere die südamerikanischen Anden sind.  Dass sie spucken können wie Lamas, aber nur wenn sie sich bedroht fühlen und, dass sie einfach die schönsten und besten Tiere der Welt sind.

Annika Rodehorst, 36, ist Industriekauffrau. Sie wuchs auf dem Bungenhof auf und verbrachte als Kind viel Zeit auf den Nachbarhöfen, wo Kühe und Schweine gehalten wurden. Irgendwann später wollte sie auch Tiere um sich haben, aber andere: “Tiere, die nicht der Fleischindustrie dienen und mal für Abwechslung neben gefühlten 100.000 Pferden im Celler Land sorgen.“ Eigentlich wollte Annika Rodehorst  vor vier Jahren bei ostfriesischen Züchtern nur mal gucken, wie Alpacas so sind. “Aber dann hab ich in diese großen, dunklen Augen geschaut und mich sofort verknallt.“

Aus den sieben Alpacas, die sie mitbrachte, ist inzwischen eine zweiundzwanzigköpfige Herde geworden – fünf Hengste, elf Stuten, sechs Babys. Das jüngste heißt Elli und ist erst vier Monate alt. Bei der Fütterung im Laufstall stapft sie auf strammen Beinchen durch die Herde und bleibt erwartungsvoll vor Annika Rodehorst stehen. „Elli ist es gewohnt, von mir ein paar Pellets aus der Hand zu bekommen. Danach kriegt sie erstmal ihre  Streicheleinheiten.“ Kuscheln ist bei den Mädels ab und zu erlaubt, bei den Jungs strickt verboten. „Zuviel Kontakt mit ihnen kann dazu führen, dass sie den Menschen nach der Prägephase als Rivalen wahrnehmen. Das ist gefährlich.“

Im Sommer bekommt die Herde Damenbesuch – Strickerinnen, die sich vor der Schur der Tiere die Cashmere ähnliche Wolle in der gewünschten Farbe reservieren lassen. Darüber hinaus sorgt die Fellfaser mit ihrem hohen Anteil an Keratin,  das auch in Shampoos vorhanden ist,  für einen weiteren Verkaufsschlager: Seife. Sie ist rein pflanzlich, duftet nach Kräutern oder Hölzern.

Wer aber, wie Annika Rodeforst, sein Herz an eine ganze Herde verloren hat, für den spielt der kommerzielle Aspekt keine übergeordnete Rolle.  Es ist die Ruhe, die Behutsamkeit und Gutmütigkeit dieser Tiere, die Annika Rodehorst so fasziniert – Eigenschaften, die ihre Alpacas inzwischen zu begehrten  Mentaltrainern in der tiergestützten Therapie machten. Ihr sanfter, fast magischer Blick, der dem des Menschen länger standhält als umgekehrt, hat etwas für die Seele.

(C) landluft-celle.de 2018

 

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Celle

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