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Wasserholz aus Eversen

Autor:
Redaktion

Am 13.11.1972 fegte ein Orkan über Norddeutschland und richtete verheerende Schäden an den Wäldern des Landkreises Celle an. Auch Waldbesitzer Michael von Harling aus Eversen war damals davon betroffen. In Niedersachsen sind damals 16 Mio Festmeter Sturmholz angefallen und der Holzmarkt brach zusammen.

Das angefallene Sturmholz musste gelagert werden, bis sich der Markt wieder beruhigt hatte. Dies geschah vorwiegend auf Nasslagerplätzen. Die Holzpolter wurden dauerhaft mit Beregnungsanlagen feucht gehalten, damit das Holz konserviert werden konnte.

Eine andere Idee hatte damals Waldbesitzer Michael von Harling aus Eversen. Sein angefallenes Sturmholz wurde im Teich gelagert. Das Holz wurde im Wald aufgearbeitet und im saftfrischen Zustand in dem vorbereiteten Teich abgelegt. Im Anschluss wurde der Teich geflutet.

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wasserholz2 Im Teich lagern noch mehrere hundert Festmeter Kiefernholz

Durch die permanente Wasserlagerung konnte erreicht werden, dass kein Sauerstoff ans Holz gelangen konnte. Es konnte dafür gesorgt werden, dass das Holz interzellulär wassergesättigt war und somit der chemische Aufbau und die Struktur des Holzes nicht gestört wurden.wasserholzgarbe1

Aus diesem Grund kann es heute, nach 44 Jahren noch gut verwendet werden und ist wie frisch geschlagen. Einige Tischler und Zimmerer der Region haben das Holz bereits verbaut.

Bezirksförster Helmut Garbe mit einer frisch ausgesägten Bohle

So auch Reinhard Peisker. Er hat 1992 sein  Haus mit diesem besonderen Holz gebaut. Es fand im Dachstuhl, in den Decken und auch in Wänden seine Verwendung.  Auch als Fußbodendiele wurde es bereits verarbeitet. Dieses Holz trocknet sehr viel schneller als frisch gefälltes Holz und es entstehen weniger Risse. Außerdem muss es nicht chemisch behandelt werden, da sämtliche schmackhafte Stoffe für Schädlinge bereits rausgewaschen sind.

wasserholzpeisker Reinhard Peisker in seinem Wohnzimmer, aus Wasserholz gebaut.

Der Nachfolger des Waldbesitzers,  Maximilian von Harling,  hat sich nun entschieden dieses Holz aus dem Teich zu holen und zu verkaufen. Die FBG Celler Land und der LWK Bezirksförster Helmut Garbe unterstützen ihn dabei. 13 Stämme werden im Februar 2017 auf die Nadelwertholzsubmission nach Oerrel gebracht. Wir sind alle gespannt, was für dieses besondere Holz geboten wird.

Wer Interesse am Holz hat, meldet sich bitte in der Geschäftsstelle der FBG Celler Land oder in der LWK Bezirksförsterei Bergen.

Forstbetriebsgemeinschaft Celler Land

Biermannstraße 14

29221 Celle

Telefon:              05141 750327

Telefax:               05141 750326

E-Mail:                 info@fbg-cellerland.de

www.fbg-cellerland.de

Text und Fotos: FBG Cellerland, (C) landluft-celle.de, 2016

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Eversen

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