Webhosting ohne böse Überraschungen - xt:commerce, Template, Hosting und SEO - FIETZ.MEDIEN GmbH

St. Johannis-Kirche, Langlingen

Autor:
Redaktion

Kirchen im Flotwedel

Die St. Johannis-Kirche zu Langlingen wurde etwa 1340 erbaut. Damals entstand zunächst das Mittelschiff. Es war etwas niedriger als heute und besaß eine flache Balkendecke. Gegen Ende des 16. Jahrhunderts ist ein abseits der Kirche stehender Glockenturm nachweisbar. Schon 100 Jahre später wird dieser Turm abgerissen und es entstand die Kirche, wie man sie heute sehen kann.

1668 wurde die flache Balkendecke durch ein Tonnengewölbe ersetzt. Die Malereien an der Decke stammen aus dieser zeit. Der Altarraum wurde 50 Jahre später angefügt. Im Zuge dieses Umbaus ist der Altar, die Kanzel und der Taufstein für die Kirche angefertigt worden. Der Altar zeigt in den mittleren Feldern von unten nach oben das letzte Abendmahl, die Kreuzigung und die Auferstehung Jesu. Links sehen wir Mose mit den Tafeln der 10 Gebote und rechts Johannes den Täufer. Die Kanzel schmücken Tafel mit den vier Evangelisten. Der Taufstein ist, wie die Decke, mit Engeln geschmückt.

Das Tonnengewölbe wurde 1920 mit einem Kalkputz verstrichen. Erst bei der großen Renovierung 1994 wurde beim Abriss des Putzes die ursprüngliche Malerei wiederentdeckt, freigelegt und restauriert. Im Altarraum sieht man an an der Deckenbemalung die Erzengel Raphael, Gabriel und Michael um die die Christusfigur gruppiert. Zur Mitte hin sehen wir Engel mit den „Marteninstrumenten“, die auf die Passion Jesu verweisen. In der Mitte selbst sehen wir eine Darstellung der Dreieingkeit Gottes: Gottvater übergibt die Weltkugel, also die Weltherrschaft, an den Sohn. Darüber schwebt die Taube als Symbol des Heiligen Geistes. Im Hinteren Bereich, Richtung Orgel sehen wir engel, die Instrumente (Geige, Posaune, Celle u.a.) spielen.

An den Wänden der Kirche befinden sich Epitaphen der Familie von Spörcken. Diese hatte vor dem jetzigen Patron Johann-Christian Mylius das Patronatsrecht an der Kirche. Am aufgang zur Patronatsloge (Prieche) finden wir die Stammbäume und Familienwappen, ebenso wie in den Fenstern der Loge. Die Grabstellen der Familien befinden sich auf dem nahe gelegenen Friedhof.

Die Orgel wurde 1853 von wilhelm Furtwängler erbaut. 2010 wurde sie nach einer umfassenden, auch farblichen Restaurierung wieder eingeweiht.

E.v-luth. Kirchengemeinde St. Johannis zu Langlingen

Pastor Wildrik Piper

Kirchstraße 1, 29364 Langlingen, Tel: 05082-243; email: KG.Langlingen@evelka.de

Text: ev.-luth. Kirche Langlingen: Fotos: Hubertus Blume – (C) www.landluft-celle.de 2018

 

Themen:
Langlingen

Kommentar verfassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Hauptnavigation