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Schlosskapelle Celle on tour – Residenzmuseum

Autor:
Redaktion

„Schlosskapelle on tour“ – unter diesem Motto richtete das Residenzmuseum im Celler Schloss am 9. September eine interessante und gut organisierte Exkursion aus, Veranstalter selbst war der Museumsverein Celle. Museumsleiterin Juliane Schmieglitz-Otten und Volontärin Stella Kohlstedt führten die Teilnehmer im Rahmen des Begleitprogramms zur aktuellen Sonderausstellung über die Celler Schlosskapelle an zwei Orte mit besonders bedeutenden Beispielen des Kirchenbaus der Reformationszeit. Beide sind, obwohl sie in unserer Region liegen, doch relativ unbekannt, und so wurde die Tour für viele zu einer echten Entdeckungsreise. Erstes Ziel war das Gifhorner Schloss, dessen 1547 erbaute Kapelle nach Torgau der zweite Kirchenneubau nach der von Luther selbst geweihten Kapelle in Torgau ist. In sehr guten Führungen durch Mitarbeiterinnen des Museums, konzentriert auf die Reformationszusammenhänge, wurden Baugeschichte und Bedeutung des Schlosses Gifhorn anschaulich. Der unter Herzog Ernst dem Bekenner begonnene Schlossbau wurde 1539-49 durch seinen Bruder, Herzog Franz, vollzogen.  Höhepunkt war die ausführliche Besichtigung der Schlosskapelle, deren Urzustand nach einer Restaurierung 2008  soweit möglich wieder hergestellt wurde.

Anschließend ging es weiter nach Breese im Bruche, ca. 19 km südlich von Dannenberg gelegen.

Die dort gelegene Kapelle, die sich im Privatbesitz der gräflichen Familie Grote befindet, ist ein echter Geheimtipp. Sie liegt am Rande des 100-Seelen-Dorfes, von dem einstigen Gut und der großen Parkanlage der Adelsfamilie Grote ist fast nichts mehr erhalten. Die Kapelle erstaunt mit einem außergewöhnlichen Reichtum an Malereien, sowohl im hölzernen Tonnengewölbe wie an den Emporen, sowie mit zahlreichen weiteren Kunstschätzen. Großvater des Kapellengründers war Thomas Grote, einst Statthalter am Celler Hof. Sein Enkel Otto ließ die Kapelle erbauen, in der sich sowohl Einflüsse der Celler Schlosskapelle finden lassen sowie auch viele Elemente des Weserrenaissancestils.  Juliane Schmieglitz-Otten ließ in einem kurzen Vortrag die Entstehungszeit der Kapelle und die baulichen Einflüsse lebendig werden und erläuterte das ikonografische Programm des Tonnengewölbes. Küsterin Jutta Hinkelmann zeigte kenntnisreich alle späteren Ergänzungen in der Kapelle, wodurch ein ausgesprochen interessanter abgerundeter Gesamteindruck entstand.

Unterwegs erläuterte Juliane Schmieglitz-Otten abwechslungsreich  die verschiedenen kulturhistorische Besonderheiten der Region, und es wurde zweimal eingekehrt in regionaltypischen Häusern, so dass die Exkursion auch mit teils längeren Fahrstrecken durchaus zu einem sehr gelungenen und aufschlussrechen Gesamterlebnis wurde.

Text: Residenzmuseum, Fotos: Hubertus Blume (C) 2017

Themen:
Aktuelles

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