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Hermannsburger Missionsfest 2017

Autor:
Redaktion

„Gottes Mission ist unkaputtbar“

Hermannsburg. „Gottes Mission ist unkaputtbar“, so Pastor Dr. Volker Keding am Sonntag in der Hermannsburger Kreuzkirche im Abschlussgottesdienst zum Missionsfest des Ev.-luth. Missionswerks in Niedersachsen (ELM). Davon konnten sich rund 600 Christinnen und Christen aus dem In- und Ausland an diesem Wochenende bei herrlichem Sommerwetter und einem abwechslungsreichen Programm im Park der Fachhochschule für Interkulturelle Theologie Hermannsburg (FIT) ein Bild machen.

„Mission ist aber wandelbar“, betonte Keding, stellvertretender Direktor des ELM und Leiter der Abteilung „Globale Gemeinde“. In seiner Predigt zum neutestamentlichen Text aus Johannes 17,18-21 schlug er eine Brücke zwischen denen, die den Verlust der wortverkündigenden Missionsarbeit vergangener Tage betrauerten und denen, die darin imperialistische Züge sehen und die Aspekte Partnerschaft und Entwicklungsarbeit hervorhöben. Bezogen auf das Motto des Missionsfestes „Befreit durch das Wort“,  unterstrich Keding, dass  das Eine ohne das Andere in der missionarischen Arbeit nicht denkbar sei. Es könne keine Mission geben, die nicht in die Leiblichkeit führe, weil das Wort durch Heilprozesse begleitet werde.

An einem die Mission symbolisierenden Regenschirm demonstrierte er mit einer Schere, was passiere, wenn einzelne Teile herausgeschnitten würden. Mission wirke immer nur als Ganzes. Dabei müsse es in der Beziehung zu den Partnern auch einen Wechsel von Gefälle zu Augenhöhe geben. „Wenn Mission nicht ein Geben und Nehmen wäre, dann wäre Schluss“, so Keding.

Das Mission wandelbar ist, davon konnten die Gäste des Missionsfestes einen Eindruck gewinnen. Es zeigte sich, dass unter dem Regenschirm Mission mehr und mehr junge Gesichter das Bild des Festes prägen. So wurden am Samstag 40 junge Erwachsene im Rahmen des ELM-Freiwilligenprogramms „Seitenwechsel“ in sozialdiakonische Projekte in Indien, Lateinamerika und ins südliche Afrika entsendet. Das Besondere: Ihren Reisesegen erhielten sie von den so genannten Süd-Nord-Freiwilligen, jungen Erwachsenen u.a. aus eben diesen Regionen, von denen zurzeit zwölf ihrerseits einen Freiwilligendienst in Deutschland leisten. Darüber hinaus ließen es sich rund 40 ehemalige Freiwillige nicht nehmen, zum diesjährigen Missionsfest zu kommen. Aber auch viele treue  Missionsfreundinnen und –freunde zeigten wieder reges Interesse an interkultureller Begegnung im „Weltdorf“, an Gottesdienst, gemeinsamem Singen und Gebet,  inhaltlicher Diskussion in Workshops und Gesprächsgruppen – und an der Arbeit des ELM, wie sie u.a. auf der Länderstraße in Pavillons zu Indien, Südafrika und Russland exemplarisch dargestellt wurde. Und auch für die kleinen Gäste haben sich die Organisatoren unter anderem mit Musikpastor Matthias George sowie Bastel- und Spielaktionen ein buntes Kinderprogramm einfallen lassen, sodass das Missionsfest zu einem generationenübergreifenden Erlebnis wurde.

Musikalisch stimmte bereits am Freitagabend der südafrikanische Akasia Kirchenchor aus Pretoria mit mitreißenden geistlichen und traditionellen Liedern auf die kommenden Festtage ein. Diese wurden in den Gottesdiensten außerdem von den vereinten Posaunenchören Hermannsburgs unter der Leitung von Dorothee Räbiger sowie am Klavier von  Eike Formella aus Unterlüß begleitet.

Das Ev.-luth. Missionswerk in Niedersachsen (ELM) ist Teil eines großen Netzwerkes, das im Verbund mit 23 Kirchen in 19 Ländern arbeitet. Es engagiert sich personell im Austausch von TheologInnen und Entwicklungsfachkräften zwischen evangelischen Kirchen in Europa, Afrika, Asien und Lateinamerika und unterstützt Projekte seiner Partner finanziell.

Themen:
Hermannsburg

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