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Celler Seifenkistenrennen

Autor:
Aneka Schult-Fietz

Heißes Rennen im Hehlentor: Kreativität und Phantasie heizen mit

  1. Seifenkistenrennen und Stadtteilfest am 20. August 2016 in der Dörnbergstraße

CELLE-HEHLENTOR. Es ist 8.30 Uhr. Während manch einer den ausgiebigen Schlummer am Sonnabendmorgen genießt, sind die ersten Teilnehmer des Tages-Highlights schon da. Kleine und große Rennpiloten aus 22 Teams mit jeweils bis zu maximal sechs Fahrern. Treffpunkt Ecke Altenhäger Kirchweg/Dörnbergstraße, auf dem Parkplatz des Friedrich-Loeffler-Instituts (FLI). Immerhin steht zuerst die TÜV-Abnahme durch die DEKRA an. Auch um die Stellwand mit den Starterlisten tummeln sich die aufgeregten Fahrerinnen und Fahrer.

Jedes Team begutachtet ein letztes Mal sein Gefährt – Seifenkisten in allen erdenklichen Designs und Farben. Lediglich die Fahrgestelle sind gleich. Mit scharfen Zähnen fletscht einen der „Red Dragon“ an, beim „Geisterbob“ flattert ein Gespensterwesen am Heck im Wind. Manch ein Unikat ist noch unter einer Plane verborgen. Bei der lila Seifenkiste „Fatlady“ wird noch fix geschraubt. Alle Teilnehmer aber kleben schon mal ihre Startnummern auf.

Erstes Rennen Ende der 50er

Die Zeiten schieben sich ein wenig nach hinten. Ungeduldig wird gewartet. Schließlich schauen sich die Männer der DEKRA die Gefährte an und teilen die nötigen Plaketten aus. Dann endlich ist es soweit. Das 7. Seifenkistenrennen – das erste fand in den 50er Jahren statt und wurde vor ein paar Jahren neu belebt – beginnt. Von einer Laderampe kommt der Schwung. Meist zwei Gegner rollen auf die beiden Bahnen. Da messen sich die „Wald & Wiesenflitzer“ mit den „Roadrunners“, auf rund 500 Metern tritt die „Glückskiste“ gegen die „Waldwegblitzer“ an. Am Ziel werden jeweils die Zeiten genommen, wobei die Längen der Bahnen aufgrund der Kurve am Ende der Dörnbergstraße variieren und durch eine verschobene Ziellinie ausgeglichen werden.

Ariane Schwache, Kontaktbeamtin der Celler Polizei für das Hehlentor, empfängt die Fahrer mit einer Radarpistole, vier Damen stoppen per Handy die Zeit. In zwei Durchläufen aller Fahrer, auf zwei Mal 39 Fahrten, geben sich die Teams die Lenkräder in die Hände. Unentwegt werden die ins Ziel einlaufenden Seifenkisten auf PS-stärkeren Anhängern wieder zum Start transportiert, bis es gegen 14 Uhr heißt: die Rennen sind over. Dabei wurden Topgeschwindigkeiten bis zu 29 Kilometer pro Stunde erreicht – die Nase vorn hatte ein knallroter Flitzer, die Seifenkiste „Behrarri“.

Tragflächen werden abmontiert

Dennoch – gespannt erwartet man die Siegerehrung in den Kategorien Kinder (bis 12 Jahre), Jugendliche (bis 17 Jahre)  und Erwachsene, die schönste Kiste und das beste Team. Dies nimmt Organisator Detlev Soetbeer, Leiter der Grundschule Hehlentor, gemeinsam mit dem durch den Renntag führenden Moderator Thomas Bromberg persönlich in die Hand. Dass das Team vom X-Wing Fighter ständig mit dem An- und Abbau der Tragflächen beschäftigt war, beispielsweise beim Passieren der hinter der Ziellinie schützenden Strohballen, zahlt sich am Ende aus: der aufwendige an die Star-Wars-Trilogie angelehnte Kampfjet-Flitzer gewinnt den Preis für die schönste Seifenkiste.

Auch viele andere Teilnehmer haben allen Grund zum Jubeln. Unzählige Medaillen glänzen in der strahlenden Sonne, gespiegelt im Trubel des parallel stattfindenden  kleinen Ortsteilfestes mit Kaffee und Kuchen, der Band der Lebenshilfe und Pizzawaffeln. Die Landfrauen haben süße Marmeladen mitgebracht. Und eines steht an diesem Tag fest: Vom Spaßfaktor sind alle Sieger.

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Raum Celle

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